Ankündigung: „Ein Funke Magie“

Ankündigung: „Ein Funke Magie“

Im Februar erschien mit der Doppel-Novelle „Die wylde Jagd“ von Janna Ruth und Tina Skupin der zweite Band unserer Novellenreihe. Nun geht es mit „Ein Funke Magie“ von Elena Münscher bereits am kommenden Montag weiter – quasi als eine kleine Osterüberraschung! Elenas Novelle ist der erste Teil unseres dritten Novellenpaars, der zweite wird aus Mira Lindorms Feder kommen. Worum es in dieser Doppel-Adaption geht, erzählt euch gleich Elena Münscher. Zunächst haben wir Cover und Klappentext für euch. 🙂

 

Cover Ein Funke Magie

„Ein Funke Magie“ könnt ihr bereits vorbestellen.

Klappentext

Ein Verbannter
Ein Versprechen
Ein Funke dunkler Magie

Näherin Adelheid ist mehr als verwundert, dass ein feiner Herr wie dieser Rumpel ihr seine Hilfe anbietet. Nicht nur, dass er sie und ihre Mutter finanziell unterstützt, er ermöglicht Adelheid auch durch eine arrangierte Heirat den sozialen Aufstieg. Alles, was Herr Rumpel dafür verlangt, ist ihr Versprechen, ihm irgendwann zu helfen.
Das ist fast zu schön, um wahr zu sein!

Rumpel ist mit sich und der Welt zufrieden. Für die Aussicht auf ein wenig Wohlstand lassen diese Menschen scheinbar nur zu gerne jede Vorsicht außer Acht. Und bis  Adelheid merkt, was genau sie ihm versprochen hat, wird Rumpels Magie bereits wirken.
Was kann da noch schiefgehen?

Rumpelstilzchen einmal anders. Das Berlin der Goldenen Zwanziger Jahre bildet den Hintergrund für eine Geschichte, in der Rumpelstilzchens Motive gründlich unter die Lupe genommen werden. So grausam und willkürlich er uns im Märchen auch erscheint, niemand handelt ohne guten Grund, auch die Bösen nicht.

Das klingt doch spannend, nicht wahr?

Elena Münscher und Mira Lindorm schauen sich in ihren beiden Novellen das Märchen „Rumpelstilzchen“ und vor allem die Gestalt der titelgebenden Figur ganz genau an. Im Märchen ist der Gnom nur ein gesichtsloser Bösewicht, der ohne erkennbares Motiv Kinder gegen Gold kauft und Menschen in die Verzweiflung treibt.

Die Autorinnen haben versucht, die möglichen Motive für so eine Handlung zu ergründen. Und siehe da, Rumpelstilzchen hat ein sehr drängendes und durchaus nachvollziehbares Motiv. Zu den Guten gehört er deswegen noch lange nicht, aber er bekommt ein Gesicht. Er wird von einem undefinierbaren dunklen Wesen zu einer Person. Und all das mit einer guten Portion Magie, denn was wäre ein richtiges Märchen ohne die Dinge, die es in unserer nüchternen Welt so selten gibt?

Warum ausgerechnet Rumpelstilzchen?

Uns hat interessiert, dass er zu den wenigen Märchenfiguren gehört, die überhaupt kein erkennbares Motiv für ihre Taten haben. Ein Zwerg, der Menschenfrauen mit Gold dazu bringt, ihm ihr Kind zu geben? Was will er mit diesen Kindern? Kann er überhaupt etwas damit anfangen? Oder benutzt er sie nur, um ihre Mütter verzweifeln zu lassen, und freut sich dann darüber? Also ein völlig durchgeknallter Psychopath? Dann aber bleibt immer noch die Frage, was er mit den geraubten Kindern macht. Wirklich gebrauchen kann er sie vermutlich nicht, sonst würde er nicht mit seinem Rätsel der Mutter die Möglichkeit geben, das Kind doch zurückzubekommen.

Wir haben ein Rumpelstilzchen geschaffen, das tatsächlich einen Grund hat, Kinder zu fordern. Überraschenderweise wurde damit aber auch zugleich die andere Seite, die der zugehörigen Mütter, vielschichtiger.

Warum spielt „Ein Funke Magie“ in den Goldenen Zwanziger Jahren in Berlin?

Nun, in Deutschland haben wir keine Könige mehr, und folglich auch keine Königstöchter. Also mussten ganz normale Frauen her, die in ganz normalen Ortschaften leben. Pusemuckelsdorf als Handlungsort klang irgendwie zu banal. Berlin dagegen … So eine Großstadt hat etwas. Man kann sich darin sehr gut verstecken, sie ist also ein ideales Revier für Unholde. Und der Leser kann sich durchaus vorstellen, dass es in einer so großen Stadt wie Berlin nicht auffällt, wenn dem einen oder anderen Kind etwas zustößt.

Die Goldenen Zwanziger habe ich gewählt, weil ich gerne mit den Zeiten spiele. Das habe ich schon in meinem ersten Buch im Machandel Verlag, dem Zeitenweg, gemacht, nur dass ich dort gleich bis in die Zeit des Dreißígjährigen Krieges zurückgegangen bin. Die Goldenen Zwanziger waren eine Zeit des Aufbruchs und Umbruchs und somit sehr vielseitig, und sie liegen zudem weit genug zurück, dass sie für uns heute Lebende bereits wieder hochinteressant sind.

Sind alle Figuren im Buch fiktiv?

Nein, nicht alle. Es werden mehrere Personen im Buch erwähnt, die damals tatsächlich in Berlin lebten, und sie leben auch im Buch dort, wo sie in der Realität ihre Häuser hatten. Auch die Straßennamen sowie die Stadtteile Berlins gibt es natürlich real, es wäre ziemlich merkwürdig, wenn ich dort mit fiktiven Namen und Orten arbeiten würde. Die Hauptpersonen im Buch aber sind meine eigene Erfindung.

Was will ich mit dieser Novelle erreichen?

Ich spiele damit das beliebte Spielchen „Was wäre, wenn …?“ Wären die Ausgangsbedingungen nur ein wenig anders gewesen, was hätte dann aus den Protagonisten meiner Geschichte werden können?

Vielleicht führen meine Leser dann ja diesen Gedanken weiter: Wären die Ausgangsbedingungen für uns selbst nur ein wenig anders gewesen, was wäre dann aus uns geworden? Aus unserem Leben, unserem Staat, unserer Geschichte? Oder was wäre, wenn wir in einer anderen Zeit aufgewachsen wären? Interessante Gedanken. Und manchmal ein wenig ungemütlich, wenn man bereit ist, sich die Wahrheit einzugestehen. Wir hätten auch unter anderen Bedingungen und in anderen Zeiten Fehler gemacht, die uns vielleicht teuer zu stehen gekommen wären.
Nur andere als heute.

So, und nun freue ich mich schon auf den 13. April, wenn „Ein Funke Magie“ überall als E-Book erscheint, und hoffe, ihr habt eine gute Zeit beim Lesen!

Eure Elena

PS: Bis es Mira Lindorms Novelle zu lesen gibt, müsst ihr übrigens gar nicht lange warten: Die erscheint bereits am 13. Mai.


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