Autorenvorstellung: Rabea Blue

Autorenvorstellung: Rabea Blue

Hach ja, der Traumprinz

Wie wahrscheinlich viele Kinder der 80er ist Rabea Blue früh in Kontakt mit Märchen gekommen. Vom Papa vorgelesen, im Bilderbuch angeschaut oder auf der Kassette gehört. Später war sie besonders von den Disney-Verfilmungen begeistert. Vor allem hatten es ihr ‚Arielle, die Meerjungfrau‘ und ‚Die Schöne und das Biest‘ angetan. Aber auch ‚Dornröschen‘ oder ‚Cinderella‘ gehörten zu ihren Favoriten. Und was haben diese Geschichten alle gemeinsam? Einen hübschen Prinzen, der das Mädchen in Not rettet und sie zur Prinzessin macht. Der klischeehafte Mädchen-Traum, vom Helden auf dem Pferd auserwählt zu werden.

 

Trend Märchenadaption

Wenn sie selbst liest, findet Rabea Romantik á la ‚Frauenschwarm verliebt sich in Mauerblümchen‘ allmählich zu abgedroschen. Bei Märchen ist das für sie etwas anderes. Da darf es ruhig schnulzig sein. Die unscheinbare Protagonistin darf sich am Ende auf ihren Traummann freuen können. Auf dem Weg dorthin liegt natürlich der ein oder andere Stolperstein.

Aber heutzutage sollte es bitteschön etwas moderner sein als in der Kindheit. Mittelalter ist für viele nicht mehr interessant. Auch in der Gegenwart gibt es viele tolle Settings, die nur so nach Märchen schreien. Somit kam die Welle der Märchenadaptionen ins Rollen.
Und die sich häufenden Neuauflagen alter Märchen sprechen für sich: Viele Leser lieben alte Märchen im neuen Gewand. Schon früher wurden Lehren in Geschichten verpackt. Warum nicht aktuelle Probleme ebenfalls auf diese Weise verarbeiten?

 

Rabeas Weg zur Märchenspinnerei

Vor einigen Jahren hat Rabea Blue bereits in einer Kurzgeschichten-Anthologie ein Märchen adaptiert. Damals war es der Froschkönig. Das ‚Problem‘, das Rabea oft hat, ist, dass ihr die Kurzgeschichten nicht ausreichen. Die Enden sind meist offen und sie würde am liebsten eine Fortsetzung schreiben oder daraus ein Prequel für einen Roman machen. Also hieß es: Schreiben in größerem Umfang.

So kam sie letztendlich zu der Märchenspinnerei, die sie schon länger im Auge hatte. Die modernen Themen, verpackt in beliebte Märchen, und der Austausch mit anderen Märchen-Fans war das, was ihr gefiel. Die Mischung aus eigenen (Kurz-)Romanen und der Möglichkeit, sich auch bei einer Anthologie beteiligen zu können, kam positiv dazu. Aber trotzdem ist es ein Selfpublishing-Projekt. Man kann selbst entscheiden, was und wie man es schreibt, an wen man sich wendet und ob man das Werk so veröffentlichen möchte oder nicht.

 

Pro und Kontra der Nachzügler

Bei der Märchenspinnerei ist man nie alleine. Der Name steht, es gibt bereits feste Stammleser. Das ist ein Riesen-Vorteil und war für Rabea selbstverständlich nicht uninteressant. Die Autorinnen, die schon von Anfang an dabei sind, haben viel Erfahrung und teilen diese auch gerne.

Allerdings bedeutet das auch, dass man sich an die festgelegten Vorgaben halten muss. Ja, man ist noch Selfpublisher, aber man will in das Programm passen und hat somit etwas weniger Entscheidungsfreiheit, was zum Beispiel Cover oder Klappentext angeht. Außerdem muss man sich mit einem neuen Projekt den Erwartungen der anderen Spinnerinnen stellen. Wird das verarbeitete Thema angenommen? Ist der Plot gut genug? Passt das ‚Neue‘ zu den bereits veröffentlichten Büchern?

 

Ausblick

Und jetzt, einen knappen Monat vor Veröffentlichung, ist Rabea sehr aufgeregt, wie ihr Roman ankommen wird. Es hat lange gebraucht, bis er auf dem richtigen Weg war. Aber es hat Spaß gemacht und nun hat sie Lust auf mehr. Bekannterweise gibt es auch unzählige Märchen aus aller Herren Länder. Es wird schon das ein oder andere Märchen dabei sein, das sich noch modernisieren lässt …

Doch erst einmal freut sich Rabea darauf, wenn alle Vorbereitungen abgeschlossen sind und ihr Buch’baby‘ das Licht der Buchwelt erblicken darf. Denn sie liebt das Schreiben viel mehr als das Überarbeiten. Letzteres hat in den letzten Monaten viel Zeit in Anspruch genommen und an den Kräften gezehrt. Die Sorge, dass das Buch der Märchenspinnerei nicht gerecht werden kann, ist da. Aber auch die Hoffnung, dass dies der Beginn eines lange laufenden Projektes sein kann.

 

In diesem Sinne: Herzlich willkommen, liebe Rabea, nun auch ganz offiziell in der Märchenspinnerei! Wir freuen uns, dass du dabei bist!

Und pssst: Wir teilen deine Sorgen einfach nicht, sondern freuen uns mit dir und deinen zukünftigen Leser*innen auf dein Buch. 🙂

 

Eure Christina

 

PS: Mehr über das erwähnte Buch erfahrt ihr übrigens schon in den nächsten Tagen zum Cover-Reveal!


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