Coverrelease: „Herzenswünsche kommen teuer“ von Mira Lindorm

Coverrelease: „Herzenswünsche kommen teuer“ von Mira Lindorm

Nach der Veröffentlichung unserer Anthologie „Es war einmal … ganz anders“ machen wir nun mit Band 10 weiter und reisen dafür in den Orient. Das Buch „Herzenswünsche kommen teuer“ entführt uns in die Welt der Märchen aus 1001 Nacht.

 

Cover Herzenswünsche

 

Klappentext

Ein Dschinn
Eine Sultanstochter
Drei Herzenswünsche

Neugierig, wie Prinzessin Suleika nun einmal ist, findet sie beim Stöbern in der Schatzkammer ihrer Mutter Sheherezade ausgerechnet die Wunderlampe. Und natürlich setzt sie auch den Dschinn darin frei. Der erklärt, dass er ihr zwar jede Menge gewöhnliche Wünsche erfüllen kann, aber nur drei Herzenswünsche für die Dauer ihres ganzen Lebens.
Nach Kinderart äußert Suleika ihren ersten Herzenswunsch spontan – ohne zu ahnen, was sie damit anrichtet.
Für eine Weile schwört Suleika darauf der Wunderlampe ab, doch als sie zur Frau heranwächst, bringt das Leben neue Sehnsüchte mit sich, für die der Dschinn der ideale Ausweg scheint. Bleibt nur die Frage, ob Suleika inzwischen gelernt hat, ihre Wünsche mit mehr Weitsicht zu äußern.

1001 Nacht lang erzählte die todgeweihte Sheherezade ihre Geschichten, bis der Sultan sie verschonte. Mira Lindorm spinnt das Garn nun weiter und beschreibt in „Herzenswünsche kommen teuer“ die möglichen Folgen der 1002. Nacht. Ein Thema so zeitlos aktuell wie der Zauber der arabischen Sagenwelt: Egoistische Wünsche, kurzsichtig verwirklicht – ein prima Rezept für Schwierigkeiten.

 

Wunscherfüllung – ein Traum mit Nebenwirkungen

Ich kenne einen Spruch, der in mehr oder weniger abgewandelter Form bei uns häufig zu hören war: Gib acht mit dem, was du dir wünschst, es könnte in Erfüllung gehen. Man könnte dem noch hinzufügen: Und es könnte ungeahnte Folgen nicht nur für dich selbst, sondern auch für viele andere Menschen haben.

Was wäre denn, wenn jemand alle seine Wünsche erfüllt bekäme? Würde es ihn wirklich glücklich machen?

Als Kind hätte ich diese Frage spontan bejaht. Damals allerdings beschränkten sich meine Wünsche auf Dinge wie ein großes Eis und schulfrei. Relativ problemfreie Wünsche, einfach strukturiert und ohne erkennbare Nebenwirkungen, bis auf den verdorbenen Magen nach zu viel Eis, natürlich.

Mit dem Alter wuchsen dann auch die Wünsche.

Allerdings habe ich irgendwann, als ich älter wurde, diese Wünsche zu hinterfragen begonnen. Dann nämlich, als mir aufging, dass es verschiedene Arten von Wünschen gibt: eigennützige, uneigennützige, allgemeine, sehr spezielle, hilfreiche, schädliche. Und dass alles, was ein Mensch bekommt, Folgen für andere haben kann. Wenn ich viel nehme, bleibt für andere wenig. Wenn ich meine Ziele rücksichtslos oder auch nur gedankenlos verwirkliche, müssen unter Umständen andere darunter leiden. Beispiele dafür sehen wir unter anderem in der aktuellen Weltpolitik.

Umgekehrt wird allerdings auch ein Schuh daraus. Wenn das, was ich mir wünsche, was ich verwirklichen will, nicht mir selbst, sondern anderen zugute kommt, die Welt etwas besser macht, dann werden Wünsche nicht nur zu theoretischen Idealen, sondern zu konkret umgesetzten kleinen und großen Lebenshilfen, bis hin zu gelebter Utopie. Dann wird Wunscherfüllung zu Liebe.

 

Warum ausgerechnet 1001 Nacht?

Wohl jeder von uns hat sich schon einmal gewünscht, dass ein hilfreicher Zauber im Handumdrehen alles gerade rückt. So wie der Geist in 1001 Nacht, der Dschinn, der Wünsche erfüllen konnte. Er ist ein zentraler Punkt des Zaubers, der die orientalischen Märchen für uns so faszinierend macht.

Damit stehe ich wohl nicht alleine, wie zum Beispiel Disneys erfolgreiche Verfilmung von Aladdin beweist. Auch dort wäre die Geschichte ohne den Dschinn nur halb so schön.

1001 Nacht, das ist für mich Märchenwelt in Reinkultur. Das ist der Zauber des Orients, opulent, farbenprächtig, vielfältig. Genau der richtige Hintergrund, um ein Märchen weiterzuspinnen, mit einem ordentlichen Schuss Realität durchsetzt, denn unsere Worte und unsere Handlungen haben nun einmal Folgen, ob wir das wollen oder nicht. Aber ich wollte trotzdem das märchenhafte, das Gefühl von Leichtigkeit erhalten, eine Geschichte schreiben, die ihre Botschaft ohne erhobenen Zeigefinger und mit einem Tupfer Humor weitergibt.

Deshalb habe ich Sheherezades Geschichte weitergeschrieben. So, wie sie hätte erzählt werden können, von dem alten Mann am Brunnen vor dem Basar oder am Lagerfeuer der Karawanserei.

Eure Mira

Scherenschnitt Herzenswünsche

 


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