Veröffentlichung: „Ein Kind der Magie“ von Mira Lindorm

Veröffentlichung: „Ein Kind der Magie“ von Mira Lindorm

Letzten Monat haben wir den ersten Teil unseres Rumpelstilzchen-Novellenpaars veröffentlicht. Nach „Ein Funke Magie“ von Elena Münscher ist nun mit „Ein Kind der Magie“ von Mira Lindorm der zweite Teil an der Reihe. Bevor die Autorin euch mehr über ihre Adaption verrät, haben wir Cover und Klappentext für euch:

 

Cover Ein Kind der Magie

Hier geht’s direkt zum E-Book von „Ein Kind der Magie“.

 

Klappentext

Ein Anwalt mit finsteren Absichten
Eine verzweifelte Mutter
Ein Kind als Pfand

Stricherin, drogensüchtig, ledig, schwanger und bald auch noch obdachlos. Trix sieht keine Zukunft mehr und will sich den goldenen Schuss setzen. Da bekommt sie völlig überraschend einen Brief von einem Anwalt. Ihre Mutter, zu der sie seit Jahren keinen Kontakt mehr hatte, ist gestorben und hat ihr Haus und Vermögen vermacht. Nicht nur das, der Anwalt, ein gewisser Herr Rumpel, schenkt ihr auch noch ein Wundermittel, mit dem sie von ihrer Drogensucht loskommt. So viel Glück ist Trix nicht ganz geheuer. Aber erst, als sie ein altes Tagebuch ihrer Mutter auf dem Dachboden findet, begreift sie, dass Herr Rumpel alles andere als uneigennützig handelt. Er ist der böse Geist, der Fluch ihrer Familie. Kann sie diesen Fluch brechen, bevor er ein weiteres Opfer fordert?

Rumpelstilzchen einmal anders. Das heutige Berlin ist die Kulisse der zweiten Geschichte, in der Rumpelstilzchens Handeln seinen grausamen Abschluss findet. Zugleich zeigt sie, dass wahre Liebe zu jedem Opfer bereit ist.

 

Aus „Ein Funke der Magie“ wird „Ein Kind der Magie“

In der zweiten Novelle schreibt Mira Lindorm die Fortsetzung der Geschichte, die Elena Münscher begann. Diese Fortsetzung spielt nach wie vor in Berlin, aber fast hundert Jahre später.
Vieles hat sich geändert, die Technik, die Menschen, die ganze Welt. Einige Dinge aber sind gleich geblieben: ein Verbannter, der nach Hause will, die Liebe einer Mutter und der kleine Funke Magie, den jedes Kind in sich trägt.

 

Und nun beantwortet uns Mira Lindorm ein paar Fragen zu ihrer Geschichte:

 

Warum ausgerechnet Rumpelstilzchen?

Warum nicht? Er hat etwas von einem Mafia-Boss. Er hilft, aber er erpresst seine Opfer auch und verlangt am Ende einen viel zu hohen Lohn. Und wo würde ein solcher Mann besser hinpassen als in eine multikulturelle Großstadt?

 

Wieso unser heutiges Berlin?

Weil für mich Berlin immer die funkelnde, verheißungsvolle, fast magische Metropole mit internationalem Flair ist. Buchstäblich eine Stadt, in der alles möglich zu sein scheint. Und trotzdem eine Stadt, die in Teilen dörflichen Charakter hat, und in der es Stellen gibt, die auch nach 100 Jahren noch ihren ländlichen Charakter bewahren konnten.

 

Warum beginnt die Heldin als drogensüchtige Stricherin?

Da muss wohl meine Erinnerung an das Buch „Wir Kinder vom Bahnhof Zoo“ mit hineingespielt haben. Jedenfalls war es die erste Beschäftigung, die mir für meine Heldin einfiel, und zugleich passt sie perfekt als Ausgangslage für eine junge Frau, die verzweifelt genug ist, selbst von einem undurchsichtigen und bedrohlich wirkenden Mann Hilfe anzunehmen.

 

Weshalb ist das Thema Sucht so prominent in der Geschichte?

Die meisten, die so ein erbärmliches Leben führen wie meine Protagonistin Trix, sind ungewollt hineingerutscht. Wenn es eine schnelle, leichte Hilfe gäbe, würden sie eher heute als morgen wieder clean. Dummerweise klappt das in unserer magielosen Welt nicht so einfach. Wir müssen sie unterstützen, damit sie überhaupt eine Chance haben. Das Mindeste, was wir tun können, ist, sie nicht vorschnell zu verurteilen, wenn es nicht klappt oder sie die Kraft nicht mehr haben, es auch nur zu versuchen.

Manche schaffen es. Egal, welche Widrigkeiten das Leben für sie bereithält, sie beißen sich durch, arbeiten sich wieder hoch. Im wahren Leben werden sie nicht immer dafür belohnt. Im Märchen zumindest kann ich meiner Heldin aber ein Happy End geben.

 

Was möchtest du uns sonst mit „Ein Kind der Magie“ auf den Weg geben?

Außerdem soll diese Geschichte für mehr Verständnis untereinander werben. Manchmal tun Menschen etwas scheinbar Böses aus den besten Absichten. Nur dass man es nie erfährt, wenn man ihnen keine Gelegenheit gibt, sich zu erklären. Missverständnisse haben schon immer das Potential für Katastrophen gehabt, egal, ob in einer Familie oder, im großen Maßstab, zwischen Staaten und Völkern.

Und zu diesem Verständnis gehört die Kenntnis der Vergangenheit, der eigenen Geschichte, das Wissen und die Gründe, die zu den heutigen Verhaltensweisen führen. Verständnis heißt nicht, am Ende alles gut zu finden, was andere tun. Aber es ist die Basis für Überlegungen, die zu einer besseren Zukunft führen können.

 

Eure Mira Lindorm

 

PS: Wenn ihr „Ein Funke Magie“ vor dem Lesen schon mal etwas besser kennenlernen möchtet, schaut doch bei unserer märchenhaften facebook-Veranstaltung zum Buchgeburtstag vorbei!

PPS: Der Sammelband (als Taschenbuch) mit beiden Rumpelstilzchen-Adaptionen erscheint auch ganz bald – wir halten euch auf dem Laufenden. 🙂


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