Schlechte Zeiten für Kokser – Kein Schnee im Hexenhaus!

Schlechte Zeiten für Kokser – Kein Schnee im Hexenhaus!

Postkartenidylle vs das wahre Leben im vierten Band der Märchenspinnerei.

 

Einmal mehr ist es soweit. Einmal mehr feiert die Märchenspinnerei Veröffentlichung. Aber ist das hier nun schon Gewohnheit?

Oh, ganz sicher nicht! Hinter den Kulissen zittern Autorin Susanne Eisele die Hände über den Tasten dermaßen, dass sie es diesmal mir überlässt, den neusten Band unserer außergewöhnlichen Wortspinnstube anzukündigen.

Und was soll ich sagen?

Wir alle bibbern mit ihr, freuen uns, sind aufgeregt. Denn einmal mehr ist ein altbekanntes, vielleicht sogar eines der bekanntesten Märchen weltweit, in ein neues Mäntelchen geschlüpft und hat einen neuen Rahmen bekommen. Als Patin dieses Kleinods war ich dabei von Anfang an ganz nah am Geschehen dran.

 

Susannes Pitch, als sie sich mit ihrer Idee der Märchenspinnerei anschloss lautete: Hänsel und Gretel verirren sich im Wald – völlig stoned!

 

Das war so großartig widersinnig und verrückt, dass ich sofort dabei war und auf jeden Fall wissen wollte, wo das Ganze hinführt. Entstanden ist aus ihrer Feder schließlich eine Märchen-Neuerzählung, die wie ihr Cover vermeintlich postkartenidyllisch daher kommt. Detailverliebt und adrett arrangiert, wie ein ordentlicher Kleinstadtvorgarten. Aber ACHTUNG! Auf jeder Seite erwartet einen der ganz besondere Witz und Charme und Wahnsinn dieser Geschichte um das Geschwisterpaar Hansjörg und Margarethe.

Im Zentrum steht dabei die Frage: Was könnte wohl dazu geführt haben, dass zwei Kinder auf die Idee kommen, eine ältere Dame in einen brennenden Backofen zu stoßen. Die Antwort unserer Autorin ist ganz eindeutig: Die zwei müssen auf dem Trip ihres Lebens gewesen sein.

 

Lachen, Wundern, Nachdenken – auf jeder Seite erlaubt.

 

Drogen, deren Konsum und die Folgen davon sind also das Thema, dem sich Susanne mit ihrer Interpretation des Grimmschen Originals widmet. Und trotz aller Ernsthaftigkeit darf bei ihr gern auf jeder einzelnen Seite gelacht werden. Denn Susanne versteht es, immer wieder mit dem märchenhaften Plauderton der Geschichte zu brechen und dadurch eine fast schon skurril-witzige Atmosphäre zu schaffen.

Als ich schließlich zum Ende der Geschichte kam, von dem ich überzeugt war, dass ich wisse, wie es ausgeht, hat meine Kollegin mir schließlich eine lange Nase gedreht, und ich musste noch eine ganze Weile lang nachdenken. Nach Knusperhäuschen, flippigen Elfen und jeder Menge Magie, bei der ich manchmal nicht wusste, ob ich nicht selbst schon mit auf einem Trip bin, rüttelt sie am Schluss wieder wach und rückt Hänschen, Gretel und die Hexe in ein ganz neues Licht.

Doch warum noch mehr Worte verlieren? Ob ihr nun die anderen Bücher der Spinnerei schon kennt oder nicht, am besten streift ihr all eure Erwartungen ab und lasst euch einfach ein auf diese vielleicht ungewöhnlichste neue Erzählung aus der Märchenspinnerei.

Mal sehen, welche Abenteuer ihr so im Knusperhäuschen am Waldrand erlebt!

Cover-Release: Kein Schnee im Hexenhaus von Susanne Eisele
Kein Schnee im Hexenhaus von Susanne Eisele. Erscheinungstermin 13.5.2017

 

 

 

 

Liebe Grüße,

 

Eure Sylvia.


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