Veröffentlichung: „Der Kater unterm Korallenbaum, oder: Wünschen will gelernt sein“ von Christina Löw

Veröffentlichung: „Der Kater unterm Korallenbaum, oder: Wünschen will gelernt sein“ von Christina Löw

Mit „Der Kater unterm Korallenbaum, oder Wünschen will gelernt sein“ von Christina Löw hat heute der siebzehnte Roman der Märchenspinnerei das Licht der Buchwelt erblickt. Schon beim Coverrelease habt ihr erfahren, dass diese Adaption des grimmischen Märchens „Der gestiefelte Kater“ zu großen Teilen in Köln spielt – allerdings mit mehr als nur einem Hauch Japan. Wie es dazu kam, verrät euch die Autorin selbst.

 

Warum eigentlich Köln?

Mein Debüt „Träume voller Schatten“ spielt in Berlin – und in der (Alb-)Traumwelt von Protagonist Patrick. Auch in diesem Buch schon habe ich mich bemüht, die Geschichte in der Stadt zu verorten, muss aber gestehen, dass es eher hier oder da Andeutungen sind, die wahrscheinlich nicht allzu viele Wiedererkennungsmomente bei den Leser*innen erwecken.

Das wollte ich bei „Der Kater unterm Korallenbaum, oder: Wünschen will gelernt sein“ anders machen. Da ich selbst seit über zehn Jahren in Köln wohne, mehrfach innerhalb der Stadt umgezogen bin und auch durch Studium und Beruf in vielen Veedeln herumkomme, wage ich zu behaupten, dass ich Köln ganz gut kenne. Auch hatte ich beim Plotten der Geschichte direkt einige Ideen für Schauplätze, die gut passen könnten. Weitere kamen bei Recherchen dazu. Spätestens dann stand gar nicht mehr zur Frage, ob es auch eine andere Stadt werden könnte.

Nun bin ich umso neugieriger, wie viele Ecken meine künftigen Leser*innen wiedererkennen. Und auch, wo ihnen auffällt, dass ich das eine oder andere hinzugedichtet habe.

 

Japaner in Köln?

Die Frage, ob nicht bei einer deutschen Stadt und einer Geschichte, die als andere Kultur Japan behandelt, Düsseldorf als Schauplatz die passende Wahl wäre, habe ich mir durchaus gestellt. Und mich dann bewusst dagegen entschieden. In Köln kann – meiner Meinung nach – Protagonistin Yuki viel eher mit ihrer Identität hadern. Eben weil es keine so ausgeprägte japanische Community gibt wie in Düsseldorf.

Gleichzeitig gibt es auch in Köln Angebote für Kinder japanischstämmiger Eltern, sowohl zur Sprachförderung als auch zur kulturellen Bildung. Ein Kölner Gymnasium bietet Japanisch als Fremdsprache und Abiturfach an. Und das japanische Kulturinstitut verfügt ebenfalls über ein abwechslungsreiches Veranstaltungsprogramm. Plausibel ist es also allemal, dass sich dort eine japanische Familie niederlässt. Zumal, wenn ein Elternteil eine Stelle am Ostasiatischen Museum Köln bekommt.

 

Und warum überhaupt der Japan-Bezug?

Ich wollte eine andere Kultur in die Geschichte einfließen lassen, weil ich generell spannend finde, welche Unterschiede und auch Gemeinsamkeiten sich bei näherer Betrachtung finden lassen. Dass der Bezugspunkt für „Der Kater unterm Korallenbaum, oder: Wünschen will gelernt sein“ Japan wurde, hat weniger einen großen, als vielmehr eine ganze Reihe kleinerer Gründe.

So bin ich z.B. durch meine Mutter, die sich schon in ihrem Studium u.a. mit verschiedenen Aspekten generell asiatischer Kulturkreise auseinandergesetzt hat, früh auch mit Japan in Kontakt gekommen. Durch japanische Kalligrafie und Tuschezeichnungen in meinem Elternhaus, durch gemeinsame Besuche des eben erwähnten Ostasiatischen Museums, durch Erzählungen von Ikebana-Kursen und Teezeremonien … Die Liste ließe sich recht weit fortführen.

Dazu kommt mein persönlicher Kontakt sowohl mit Japaner*innen, die in Köln leben oder lebten, als auch mit Deutschen, die Zeit in Japan verbracht haben. Immer wieder haben sich für mich Berührungspunkte mit der japanischen Kultur ergeben. Und ja, auch durch die japanische Küche. 😉

Schlussendlich haben all diese Punkte zusammen diese Entscheidung für mich getroffen. Das, und die Tatsache, dass mir in der deutschsprachigen Phantastik bisher doch eher weniger Bücher mit japanischen Protagonist*innen bekannt sind. (Solltet ihr Empfehlungen für mich haben, nehme ich diese gerne. 🙂 )

 

So, und nun wünsche ich euch eine gute Lesezeit mit „Der Kater unterm Korallenbaum, oder: Wünschen will gelernt sein“ und freue mich weiter über das Erscheinen meines zweiten „Buchlings“!

Eure Christina


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