Veröffentlichung: „Herzenswünsche kommen teuer“ von Mira Lindorm

Veröffentlichung: „Herzenswünsche kommen teuer“ von Mira Lindorm

Es ist soweit! Heute erscheint „Herzenswünsche kommen teuer“ von Mira Lindorm – eine Märchenadaption, die uns in den Orient führt. Ein paar Hintergrundinfos zu diesem 10. Buch aus den Reihen der Märchenspinnerei habt ihr bereits beim Coverrelease bekommen. Zur Veröffentlichung verrät euch Mira etwas über die Entstehung der Geschichte und darüber, wieso ihre Märchenadaption im nahen Osten spielt.

 

Märchenträume aus Arabien

 

Durch all die schrecklichen Nachrichten aus dem nahen Osten haben wir fast vergessen, welchen Stellenwert dieses schöne Land einst bei uns hatte: den eines verheißungsvollen Märchens.

Arabien, das war eine bunte Welt voller Gefahren und Leidenschaften, prächtiger Bauten, bunter Basare, schöner Frauen, kriegerischer Männer und wunderschöner Pferde und Kamele. Arabien, das waren Myrrhe, Gold und Silber, Gewürze, leckere Köstlichkeiten, Feigen und süße Datteln. Arabien, das waren Märchen.

Diese Märchen habe ich wieder zu erwecken versucht in meiner Geschichte, diese fremde, bunte, faszinierende Welt. Eine Welt, die keineswegs so kitschig-heil ist wie in der Disney-Verfilmung, die durchaus auch ihre Schattenseiten hat, aber die das Träumen noch erlaubt.

 

Von Prinzessinnen und Geistern

 

Eine Prinzessin gehört natürlich unbedingt dazu, und ein Prinz, oder zumindest ein junger Mann, der diesem Prinzen nahe kommt.

Was den Geist aus der Flasche angeht – wünscht sich nicht jeder von uns einen Zauber, der einfach alles richtet?

Aber der Flaschengeist ist wie ein Lottogewinn. Auch da haben die Gewinner oft hinterher weniger als vorher, weil sie ihre Wünsche nicht genug überdacht und ihren Gewinn nicht weise verwaltet haben.

Wünsche und Träume zu haben ist gut, aber wir sollten niemals vergessen, dass etwas Verstand immer mit dazu gehört. Insofern ist ein Geist bestens geeignet, denn Geist, das bedeutet ja auch Verstand und Vernunft, wenn wir von unserem eigenen Geist und Geisteszustand reden.

So passt der Dschinn ideal in das Märchen.

Dschinn (René Bull)
Dschinn (René Bull)

Auch eine ausgedachte Geschichte bedeutet Arbeit

 

Ein bisschen recherchieren musste ich schon. Schließlich spielt das Märchen in einer völlig anderen Kultur. Auch wenn ich weiß, dass ich nur an der Oberfläche gekratzt habe, so wollte ich doch nicht, dass dieses Märchen völlig unglaubwürdig zusammengesponnen wurde.

Ein Märchen mit einem Geist, das Glaubwürdigkeit verlangt?

Natürlich, denn genau das verlangt jede Geschichte. Ich kann noch so viel Fantasie hineinpacken, wenn das, was ich dann erzähle, in der Geschichte unlogisch wirkt, reißt es den Leser aus der Handlung.

Ja, ich kann Geister erfinden und Paläste und ganze Länder. Ich kann einen fliegenden Teppich auftreten lassen, wenn ich will. Aber ich kann nicht einfach ein Pferd nehmen und es mit zweihundert Kilometern die Stunde drei Tage am Stück rennen lassen. Wenn es überhaupt so schnell laufen könnte (was es nicht kann), wäre es spätestens nach einer Stunde tot umgefallen vor Erschöpfung. Pferde sind nun mal keine Maschinen. Und eine Frau namens Helga oder ein Sultan namens Peter wären in einem orientalischen Harem auch nicht gerade glaubhaft.

Es sind die kleinen Details, die eine Geschichte im Geist des Lesers oder Zuhörers lebendig werden lassen. Und die müssen recherchiert werden.

 

Aber auch das hat Spaß gemacht, genauso wie die ganze Geschichte. Und das soll sie primär. Egal, was sonst noch hinter den Worten stecken mag, in erster Linie sind unsere Geschichten zum Unterhalten da. In diesem Sinne wünsche ich meinen Lesern viel Spaß bei der Lektüre!

 

Eure Mira Lindorm

Harem (René Bull)
Harem (René Bull)

 


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