Veröffentlichung: „Unter gläsernen Fassaden“ von Sabrina Schuh

Veröffentlichung: „Unter gläsernen Fassaden“ von Sabrina Schuh

Endlich ist er da, der 20. Roman aus den Reihen der Märchenspinnerei! Mit „Unter gläsernen Fassaden“ sind bereits vier Märchenadaptionen von Sabrina Schuh bei uns erschienen, drei Romane und eine Novelle. Schon beim Coverreveal habt ihr einiges über die Ausgangsmärchen des Buches – das Grimmsche Aschenputtel & Charles Dickens Weihnachtsgeschichte – erfahren sowie einen Überblick über die behandelten Themen bekommen, heute geht die Autorin inhaltlich noch etwas weiter in die Tiefe:

 

Dickens Weihnachtsgeschichte im Frühling?

Ja, na klar. Das Thema dieser Geschichte und viele der Elemente sind ja zeitlos. Natürlich macht sie sich in einem Weihnachtskontext besonders gut, aber meine Geschichte kommt auch ganz wunderbar ohne Weihnachten aus.

 

Wieso gerade häusliche Gewalt gegen Kinder?

Das Thema ist einfach wichtig und es wird viel zu wenig darüber geredet. Gerade Kinder trauen sich selten, etwas zu sagen, besonders da sie ihre Eltern ja trotzdem irgendwie lieben und ihnen oft eingebläut wird, dass ihnen schlimme Sachen passieren können. Im Teenageralter, in dem sich „Unter gläsernen Fassaden“ bewegt, geht es dann oft ums Durchhalten. Bis man alt genug ist, um auszuziehen und wegzukommen. Ich denke, man muss für das Thema noch viel mehr sensibilisieren. Mal hinter die Kulissen schauen und auch mal den Mund aufmachen, statt nur wegzuschauen und es als das Problem anderer abzutun.

 

Hast du einen Lieblingscharakter in „Unter gläsernen Fassaden“?

Sogar zwei. Einerseits liebe ich Lion, den kleinen Bruder meiner Protagonistin Josie, weil er einfach so süß ist und manchmal wirklich lustige Dinge tut, andererseits muss ich sagen, dass mir mein Ebenezer-Scrooge-Pendant sehr ans Herz gewachsen ist. Auch wenn diese Person absolut böse und gemein ist, so war es einfach schön, sie zu schreiben, weil gerade dieses Fiese eine schriftstellerische Herausforderung für mich war. Klar finde ich es nicht gut, was sie tut, aber so einen Charakter zu entwickeln, bringt eben handwerklich sehr viele Herausforderungen mit sich.

 

Verkehrte Rollen?!

In der Tat. Mein Aschenputtel ist männlich, mein Prinz eine „Prinzessin“, allerdings eher eine, die auf Hacken und Mathe steht. Ebenezer Scrooge ist auch weiblich und die bösen Stiefschwestern durften nur zur Hälfte weiblich bleiben. Zumindest gibt es aber noch eine böse Stiefmutter, wobei diese Rolle sogar doppelt besetzt ist, nur einmal ohne „Stief“ vorne dran. Ihr seht also, wenn schon die Rollen tauschen, dann richtig.

 

Und euch Leser*innen nun: Viel Spaß beim Lesen des Buches!

 

Eure Sabrina


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