Veröffentlichung: „Unter schwarzen Federn“ von Sabrina Schuh

Veröffentlichung: „Unter schwarzen Federn“ von Sabrina Schuh

Es ist soweit! Heute erscheint „Unter schwarzen Federn“ von Sabrina Schuh – eine Märchenadaption des hässlichen Entleins von Hans Christian Andersen. Ein paar Hintergrundinfos von der Autorin zu diesem 11. Buch aus den Reihen der Märchenspinnerei habt ihr bereits beim Coverrelease bekommen. Zur Veröffentlichung haben wir Fee und Markus, die beiden Hauptfiguren, zum Interview gebeten und die zwei haben (zum Glück) bereitwillig geantwortet.

 

Erzählt doch mal ein bisschen was über euch, ihr beiden. Was sollten wir Leser*innen über euch wissen?

 

Fee: Ich bin 17, aber nicht mehr lange, habe Eltern, die sich nicht für mich interessieren, und gehe aufs Einsteingymnasium. Wenn ich meine Freizeit nicht gerade damit verbringen muss, Mathe und Physik zu kapieren, dann scheibe ich gerne, höre Musik und liebe Pferde.

Markus: Ich bin 18, Schulsprecher, bin Kapitän einer Basketballmannschaft und in einer Band. Da mein Abi außerdem bald vor der Tür steht und ich einen sehr guten Schnitt möchte, muss ich meine Freizeit viel zu oft mit büffeln verschwenden. Ich bin echt froh, wenn das rum ist.

 

Du hattest es bisher nicht gerade leicht, Fee. Und das ist noch ziemlich untertrieben. Magst du trotzdem mit uns teilen, was dich an deiner Schule besonders belastet hat?

 

Fee: Die einfachste Antwort wäre sicherlich, dass es das Mobbing war. Aber ich glaube, schlimmer als Mobbing selbst war die Tatsache, dass ich nie eine Chance hatte. Ich kam hin, wurde angesehen, nach meinem Äußeren beurteilt, in eine Schublade gesteckt und schon ging’s los. Man hat nie mit mir geredet, nie versucht, mich kennenzulernen. Das war wirklich schlimm.

 

Bei dir dagegen, Markus, klingt alles nach eitel Sonnenschein. Gut in der Schule, sportlich, musikalisch begabt … Gibt es denn so gar nichts, was bei dir auch mal nicht klappt?

 

Markus (lacht): Oh, glaub mir, in meinem Leben gibt es genug, was nicht klappt. Allerdings versuche ich, mich eher auf die Dinge zu fokussieren, die gut laufen. Mein Familienleben ist nicht gerade das, was man landläufig eine Bilderbuchfamilie nennen würde, und wenn du mein aktuelles Projekt für den Kunstunterricht sehen könntest, würdest du wohl eher einen Lachanfall bekommen.

 

Wirklich kennengelernt habt ihr zwei euch unter sehr dramatischen Umständen, die man niemandem wünschen würde. Erinnert ihr euch noch an eure Gedanken in diesem Moment?

 

Fee: Ich habe geflucht und wollte ihn einfach nur loswerden. Markus war der Letzte, den ich sehen wollte.

Markus: Ich hatte an anderer Stelle bereits einen Selbstmord erlebt und diese Erinnerungen kamen in dem Moment zurück.

 

Klar, wir können nicht die Zeit zurückdrehen, aber was hätte eurer Meinung nach helfen können, damit du, Fee, nicht als einzigen Ausweg einen Selbstmordversuch gesehen hättest?

 

Fee: Ich war sehr allein. Freunde und Menschen, die mir zuhören und für mich da sind, das hätte schon viel verändert für mich.

Markus: Das und Leute, die an der Schule die Problematik erkennen und bekämpfen. Lehrer und Schüler, die sich gegen Mobbing stark machen. Aber auch einfach früher der Mut, sich in professionelle Hilfe zu begeben, hätte ganz viel ändern können.

 

Und zu guter Letzt: Wie sollte für euch eine Welt aussehen, damit niemand derart seinen Lebensmut verliert?

 

Fee und Markus: Du möchtest, dass wir für dich eine Utopie schaffen? Nun, wenn du unbedingt willst … man müsste den Wohlstand gleichmäßig verteilen. Wenn jeder das gleiche Geld zur Verfügung hat, würden schon viel Neid und Bestechung wegfallen. Toleranz müsste selbstverständlich sein, sodass niemand für sein Äußeres gemobbt wird. Außerdem müsste jeder Arbeit haben, speziell nach seinen Fähigkeiten gefordert und gefördert werden und auch das Schulsystem dahingehend angeglichen werden. Auch Hautfarbe und Religion dürften keine Themen mehr sein, über die diskutiert wird.

Letztlich kann man diese Toleranz aber nicht erzwingen. Jeder Mensch kann für sich selbst toleranter werden, auf seine Gedanken und Formulierungen achten und an sich selbst etwas ändern, damit diese Veränderung im Kleinen, direkt bei uns beginnt. Keiner von uns kann alleine die ganze Welt verändern, aber wenn wir alle ein bisschen uns selbst ändern, verändern wir die Welt um uns herum.

 

 

Wir hoffen, ihr konntet durch dieses kurze Gespräch Fee und Markus noch ein bisschen besser kennenlernen und seid jetzt ganz gespannt darauf, „Unter schwarzen Federn“ zu lesen! 😉

 

Eure Sabrina und Christina

Scherenschnitt Unter schwarzen Federn


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