Coverrelease: „Das Lied des Herbstmondes“ von Christina Löw

Coverrelease: „Das Lied des Herbstmondes“ von Christina Löw

Nachdem es bei uns über den Sommer etwas ruhiger war, wird es nun zum Herbst hin wieder märchenhaft. 🙂

Und zwar haben wir mit „Das Lied des Herbstmondes“ von Christina Löw ein besonderes Projekt für euch, das eigentlich eine Novelle werden wollte und sich dann doch anders entschied … Doch dazu später mehr.

Hier sind erst einmal Cover und Klappentext für euch!

Cover "Das Lied des Herbstmondes" von Christina Löw

 

Klappentext

Die Macht der Musik
Der Ruf der Magie
Die Eulen in der Nacht

Oma Thea soll eine Wicca gewesen sein?
Carolin ist mehr als skeptisch, als sie an ihrem 16. Geburtstag eine Nachricht von ihrer verstorbenen Großmutter erhält. Neugierig ist sie trotzdem. Zwischen Klassenarbeiten und Musical-Proben, Geistervögeln und verwirrenden Visionen macht sie sich auf die Suche nach ihrem magischen Erbe. Allerdings dürfen ihre Eltern nichts davon erfahren – strikte Anweisung ihrer Oma.

Was als magisches Abenteuer beginnt, führt Carolin bald auf dunkle Pfade, und schließlich muss sie sich entscheiden: Was ist ihr die neu gewonnene Macht wert?

In „Das Lied des Herbstmondes“ betrachtet Christina Löw die düstere Seite von Jorinde & Joringel und erzählt in einer modernen Fabel über das Wesen der Magie, wie die Hexe des Grimm’schen Märchens entstand.

 

Eine Doppel-Novelle einmal anders …

Ihr kennt ja schon unsere Novellen-Reihe „Licht und Schatten“, bei der zwei Geschichten zusammen zwei Seiten eines Märchens betrachten – einmal die ‚gute‘ und einmal die ‚böse‘ Seite. Mit diesem Ziel sind auch Christina Löw und Julia Maar ausgezogen, als sie sich vor geraumer Zeit überlegten, gemeinsam das Märchen Jorinde & Joringel zu adaptieren.

Beim Schreiben hatten die zwei Geschichten allerdings andere Pläne als ihre Autorinnen: Was als Novellen begann, wurde schnell zu zwei ausgewachsenen Romanen. Bei Christina lief die Handlung tatsächlich so weit weg, dass sie am Ende der ersten Manuskriptfassung auf einmal mit 600 anstelle der geplanten maximal 150 Normseiten dastand … eindeutig keine Novelle mehr. 😀

Also haben sich die beiden beraten, hin und her überlegt und sich schlussendlich gedacht: Eigentlich wird sich doch niemand beschweren, wenn es mehr Lesefutter gibt! Und so werden nun in Bälde eben nicht zwei Novellen veröffentlicht, sondern zwei eigenständige Romane, deren Geschichten trotzdem miteinander verbunden sind. Wie? Das erfahrt in den nächsten Wochen!

Zunächst schauen wir uns das Originalmärchen etwas genauer an.

 

Warum eigentlich Jorinde & Joringel?

Inzwischen haben wir schon einige Märchen adaptiert, mal bekanntere und mal unbekanntere. Als Christina und Julia überlegten, was für ein Märchen sie sich zusammen anschauen wollten, fiel die Wahl gar nicht leicht – schließlich gibt es unglaublich viel Adaptionsmaterial!

Entschieden haben sie sich u.a. für Jorinde & Joringel, weil es ein klassisches ‚Märchen aus der zweiten Reihe‘ ist. Keines, das allen bekannt ist, sondern vielmehr ein Geheimtipp unter den Lieblingsmärchen. Dazu kamen dann auch pragmatische Überlegungen, wie: Gibt es eine klar erkennbare ‚gute‘ und ‚böse‘ Seite? Lässt sich das Märchen gut ‚zweiteilen‘, sodass jede Autorin sich einige Aspekte für ihre Adaption herauspicken kann? Und – besonders wichtig – zu welchem Märchen haben wir eine Adaptionsidee, die sich als zwei zusammenhängende und doch eigenständige Geschichten mit verbindenden Elementen erzählen lässt?

So war es schlussendlich ein kleines bisschen Zufall, dass die Wahl auf Jorinde & Joringel fiel, und etwas strategische Überlegung. Möglicherweise spielte auch mit hinein, dass Christina zu der Zeit bei ihrer Suche nach neuem (Bild-)Material für den Twitter-Kanal der Märchenspinnerei recht oft über besagtes Märchen stolperte … Vielleicht hat sich also auch das Märchen die Autorinnen ausgesucht. 😉

Wie sieht das bei euch aus? Kennt und mögt ihr das Märchen?

Für diejenigen, die Jorinde und Joringel noch nicht kennen, haben wir eine frühe Fassung (von 1812) rausgesucht.

 

Was erwartet euch in „Das Lied des Herbstmondes“?

Wie auch bei den anderen Geschichten-Paaren der Reihe „Licht und Schatten“ beginnen wir mit der ‚bösen‘ Seite – wie ihr euch sicher schon durch den Klappentext gedacht habt. Und zwar hat sich Christina als Ausgangspunkt gefragt: Wie könnte in einer modernen Fassung des Märchens die Hexe entstanden sein? Was führt dazu, dass jemand sich – augenscheinlich oder wirklich – ‚böse‘ verhält? Und wie spielt Magie in all das hinein?

Im Ausgangsmärchen ist die Hexe  bzw. Erzzauberin (je nach Fassung des Märchens) zwar die treibene Kraft der Geschichte, und doch bleibt sie recht blass. Nie wird erklärt, warum sie Jünglinge zu Stein erstarren lässt und Jungfrauen in Vögel verwandelt. Ebenso wenig, was um alles in der Welt sie mit den ganzen Vögeln in ihren Vogelkäfigen anstellt …

Es geht also – in gewisser Weise ähnlich wie bei den Novellen von Mira Lindorm & Elena Münscher – z.B. darum, die Motivation, die ein solches Handeln antreibt, zu ergründen. Und darum, dreidimensionale ‚böse‘ Figuren zu erschaffen, die mehr sind als die bösen Abziehbilder, die es oft im Märchen gibt.

Was euch im Detail Düsteres (und auch nicht so Düsteres) in „Das Lied des Herbstmondes“ erwartet, erfahrt ihr am 13.10. – wenn die Autorin zur VÖ des Buches noch etwas aus dem Schreibkästchen plaudert! Möglicherweise verrät sie euch sogar, was es mit dem Lied und dem Mond, die im Titel erwähnt werden, auf sich hat …

 

Solltet euch die Zeit bis zur Veröffentlichung viel zu lang vorkommen, haltet doch mal nach den Hashtags #düstereszwitschern und #stummeszwitschern auf Social Media Ausschau! So lauten die Arbeitstitel der Romane von Christina und Julia – und hier und da haben die beiden schon etwas darüber geplaudert und sogar ein paar Textschnipsel aus den Rohfassungen gepostet. 🙂

Wir sind dann mal hibbeln und freuen uns schon auf den 13. Oktober!

Eure Märchenspinner*innen

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