Veröffentlichung: „Schwesternmacht“ von Rabea Blue

Veröffentlichung: „Schwesternmacht“ von Rabea Blue

Ab heute könnt ihr auch den zweiten Teil der Adaption von „Schneeweißchen und Rosenrot“ offiziell lesen: In „Schwesternmacht“ wird die Sicht der Zwillinge aus dem alten Märchen beleuchtet, die in dieser modernen Version mitten in Frankfurt auf einen Bären treffen. Geschrieben wurde die Novelle von Rabea Blue. Als geborene Frankfurterin kam ihr der von Katherina Ushachov in „Zwergenschatz“ gewählte Schauplatz sehr gelegen.

 

Rabeas besondere Beziehung zu Goldstein

Wie in dem Beitrag zum Coverrelease angedeutet, hat Rabea einige besonders emotionale Erinnerungen an den Wohnort der Schwestern Rosalie und Bianca. Denn in genau dieser Wohnung, die sie dort erwähnt, haben ihre Großeltern früher gewohnt. Sich daran zurückzuerinnern, war etwas ganz Besonderes für unsere Autorin. Allerdings hat die Gegend, in der dieses Hochhaus steht, keinen guten Ruf. „Mir selbst ist das als Kind nie aufgefallen“, sagt Rabea selbst. „Ja, es roch manchmal seltsam, wenn man das Foyer betrat, aber im Kindergartenalter denkt man sich nichts dabei.“ Erst als sie in einem Roman von Andreas Franz gelesen habe, dass es in dieser Wohnsiedlung kriminell zugeht, sei ihr im Nachhinein ein Licht aufgegangen.

Auch bei dem Zuhause des Fürstensohns Dostan musste sie an längst vergangene Zeiten denken. Eine Schulkameradin hatte in Sachsenhausen gewohnt und deren Wohnhaus war so, wie man sich eine richtige Villa vorstellt. Am Mainufer, wo die Schwestern auf die aus „Zwergenschatz“ bekannte Nixe Aelfrida treffen, hatte Rabea mehrere Stunden lang einen Bekannten angefeuert, der dort an einem Triathlon teilgenommen hat. Selbst mit den Aufzügen an der Hauptwache kennt sie sich als Mama von drei kleinen Kindern bestens aus – die kennt man durch die Kinderwagensituation irgendwann in- und auswendig.

 

Die Nebenfiguren

Die Lesenden werden viele Figuren aus dem Vorgängerbuch wiedererkennen. Die Story spielt einige Jahre nach dem Coup durch Frankfurts Innenstadt. Das bedeutet, die Charaktere haben sich weiterentwickelt, sind aufgrund ihrer gemeinsam Vergangenheit jedoch miteinander verbunden geblieben. Katherinas Wesen aufzugreifen, war deswegen eine Selbstverständlichkeit.

Nicht so einfach war es für Rabea, die Zwerge zu „Bösewichten“ zu machen. Letztendlich sind sie dafür verantwortlich, dass der arme Fürstensohn in einen Bären verwandelt wurde. Doch wie macht man sie zu den „Endgegnern“, wenn man sie in „Zwergenschatz“ doch so lieb gewonnen hat?

Auch im Lektorat ging es viel um dieses Thema. Anfangs war die Handlung sehr stark an die Märchen-Vorlage angelehnt. Doch an der einen oder anderen Stelle musste hier noch einmal kräftig geändert werden. Ob das Ende der Novelle nun komplett von der ursprünglichen Version abweicht?

 

Die Botschaft

Fans der Märchenspinnerei sind es gewohnt, dass es in den Büchern eine Botschaft gibt. Anders ausgedrückt: ein Thema, das der Story zugrunde liegt. Bei Rabeas „Saving Rapunzel“ hat sie mit häuslicher Gewalt ein ‚Tabu-Thema‘ aufgegriffen. Dieses Mal hat sie einen sehr positiven Hintergrund gewählt: Familien-Zusammenhalt.

Nicht nur die Protagonistinnen in Rabeas „Schwesternmacht“ halten zusammen wie Pech und Schwefel. Auch der Bruder des verzauberten Bären stimmt sofort zu, als er um Unterstützung gebeten wird. Sogar die Mutter der Zwillinge hat eine besondere Geschichte, die viel mit der Liebe zu ihrer Familie zu tun hat. Welche genau, könnt ihr ab heute lesen.

 

Viel Spaß dabei,

Eure Märchenspinnerei

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